ulp Tour Riesengebirge: Etappe 2 Bad Schandau – Jeschken

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Wieder war es soweit, der lang ersehnte Urlaub näherte sich immer mehr. Der Blick in die Wetterapp lies mich allerdings etwas nachdenklich stimmen. In ganz Deutschland gab es zudem noch jede Menge Unwetter. Da dachte ich mir, super und ich fahr ausgerechnet ins Gebirge.

Aber was soll’s gebucht ist gebucht, und bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung. Zuvor machte ich noch einen Abstecher zur meiner Family in Leipzig. Leider passiert dann ausgerechnet vor dem Urlaubsbeginn, genau in der Nacht vor dem Start, die traurige Tatsache eines Einbruches in mein Auto. Eine kleine Seitenscheibe hinüber und Airbag geklaut. Sachen gibts… und in der Werkstatt war ich dann schon der zwanzigste Betroffene … wow. .Wußte gar nicht, dass das Teil soviel bringt auf dem Schwarzmarkt. Aber meist wird noch die komplette Mittelkonsole mit Navi ausgebaut. Einem Kollegen von mir passiert das bereits 3x. Langsam denke ich über einen Markenwechsel nach, so schön wie sich der der 3er auf fährt. Sogar die Kripo mit Hund war da. Das scheint wohl nicht nur im „Osten“ zu passieren.

Aber zurück zum Urlaub. Dadurch verpaßte ich leider die erste Etappe von Dresden nach Bad Schandau. Vielleicht auch ganz gut so, denn auf der Tour schien einiges „schief“ zu gehen. Zumindest am Anfang. Zum einen der Aufbruch meines Autos, zwei Andere hatten einen Unfall bei der Anreise (Räder und Personen kamen nicht zu Schaden) und zwei Fahrer stürzten auf der ersten Etappe. Bei Letzterem erlitt ein Teilnehmer leider einen Schlüsselbeinbruch und die Tour war für ihn zu Ende. Er fuhr dann unmittelbar am Tag danach nach Hause.

Etappe 2: Bad Schandau – Jeschken

Für mich begann der Einstieg mit einem leckeren Essen beim Italiener, Regen und Kindheutserinnerungen in Bad Schandau am Abend. Am nächsten Morgen startete dann die Horroretappe über 85 km und 2100 Hm. Letztere packten wir allerdings nicht, stattdessen waren es 96 km und mein Allerwertester bescheinigte mich die Anstrengung. Glücklicherweise hat es auf dieser Etappe kaum geregnet. Die Fahrt durch den schönen herrlich nassen und felsigen Naturpark endete an einem wunderschönen Restaurant. Dort gab es jede Menge leckeres Essen. Ich gönnte mich gleich mal einen tollen Blaubeerpfannkuchen. Die Bezahlung in Euro ist übrigens kaum ein Problem in Tschechien.

Unser Ziel, ein Turm auf knapp 1000 Meter Höhe mit Blick auf Liberec, sah nach dem Essen noch immer sehr weit entfernt aus aber zum greifen nah. Ein weiterer Stop in einem Ort kam uns da sehr gelegen als der nächste heftige Regenguss  herunter kam. Der Schlussanstieg von gut 700 Hm hatte es dann wirklich in sich. Da  merkte ich deutlich, wie sehr mir auch die „normalen“ 70 km zuvor in den Beinen lagen. Aber glücklich oben angekommen, gab es nach dem abspritzen des Rades erst mal das leckerste alkoholfreie Bier was ich bisher getrunken habe. Wie Holger, unser Guide schon anmerkte, hatten wir die Herberge komplett für uns alleine. Das Viergängemenü schmeckte wahrlich köstlich. Gulasch mit Knödeln nach über 90 km hat einfach was. Da konnte selbst ich, dieses Mal auch dem Tiramisu am Ende nicht mehr wiederstehen. Alt wurde ich an dem Abend nicht mehr. Leider regnete es dann fast die ganze Nach durch, so daß ich keine schönen Nachtaufnahmen des Turmes mehr machen konnte. Zufrieden wenn auch immer noch mit Hustenreiz geplagt fiel ich in fast direkt nach dem Essen ins Reich der Träume.


volle Distanz: 91.32 km
Gesamtanstieg: 2079 m
Gesamtzeit: 10:20:06