Fahrradurlaub von Donaueschingen nach Passau entlang der Donau

Frank und ich sind bereits seit Dienstag (7.8.) von Passau von unserem Urlaub wieder zurück. Wir haben die Donau von Donaueschingen nach Passau in 7 Tagen abgeradelt. Wir waren zwar etwas zu schnell, aber aus wettertechnischen Gründen hattes es durchaus einen Vorteil so schnell unterwegs gewesen zu sein, denn am Dienstag begann das Wetter rapide schlechter zu werden.
Der Urlaub war für mich sehr erholsam. Ich habe super auf dem Rad ausspannen können und überhaupt nicht einmal an meinem Job gedacht. Trotz der ca. 80 km Fahrradfahren am Tag. Wenn man mal von den Reibungsstellen am Hintern absieht, hatte ich während der Fahrt nirgendwo Schmerzen am Körper.
In dieser Woche Urlaub stimmte einfach alles. Das Wetter war nicht zu heiss und nicht zu kalt, unsere Pensionen konnten wir auf Anhieb buchen und waren spitzenmäßig, der Spaß kam nicht zu kurz. Ich habe die Fahrt komplett mit meiner neuen GPS Maus aufzeichnen können, damit ich sie hier online anzeigen kann. So könnt ihr genau verfolgen wo wir langgerauscht sind. Die Strecken vom 30.7. und 31.7. enthalten mehrere Abschnitte, da ich an diesen Tagen bei einigen Rastplätzen die GPS Maus immer wieder ausgeschatltet habe. Man kann die jeweiligen Abschnitte in dem rechten Dropdownmenu auswählen. Die technischen Hilfsmittel, die GPS Maus und mein Nokia E65 mit TomTom, begeisterten sogar meinen nichttechnikverspielten Bruder. 🙂
Die Bilder der Tour könnt ihr Euch in meiner neuen Bildergalerie anschauen.

So nun aber zum Urlaub selbst.

Etappe 30.7.2007 Karlsruhe-Donaueschingen-Moehringen

Vergangene Woche Montag fuhren wir von Philippsburg nach Karlsruhe mit dem Rad und nahmen von dort aus den Zug nach Donaueschingen. Das es im Zug etwas zuging kann man auf den ersten Bildern erkennen. Nach zwei Stunden in Donaueschingen angekommen, peilten wir ersteinmal einen Supermarkt an und kauften noch etwas ein. Anschliessend planten wir unsere nächste Übernachtung. Wir fuhren noch ca. 30 km nach Möhringen in ein Naturfreundehaus. Abends wollten wir dann essen gehen, berücksichtigten jedoch nicht, dass es Montag war und die meisten Wirtschaften zu haben. Glücklicherweise hatte dennoch ein Wirtshaus offen und wir genossen nach 65 km unser erstens Abendbrot. Wobei meine Röstis etwas versalzen waren und Franks Schupfnudeln etwas altbacken schmeckten.
Erwähnenswert auf der Etappe ist noch der sausteile Anstieg zum Naturfreundehaus, an dem wir beide sogar noch vorbei gefahren sind. War es wirklich nicht steil genug, weil wir etwa zu schnell waren, um, die Aufschrift am Haus zu erkennen?

  • Unterkunft: Naturfreundehaus „Donauversicherung“, Außer Ort 10
  • Preis: 50 €
  • Bewertung: super, kein TV
  • Frühstück: etwas mager, da kein Käse und keine Wurst
  • Betten: gut
  • Umgebung: herrlicher Ausblick, Grillplatz, Spielplatz

Etappe 31.7.2007 Moehringen-Riedlingen

In der Regel standen wir gegen 8:00 auf und waren gegen 10:00 abreisebereit. So auch an unserem ersten Morgen fern der Heimat. Von Möhringen führte uns der Weg nach Tuttlingen, wo wir, unausgelastet wie wir waren, erst einmal eine Achse mit zwei Betonrädern einen Berg hochrollten. In Beuron machten wir eine Rast und aßen zu Mittag. In Sigmaringen schauten wir uns dann den Marktplatz an und bestellten uns ein ein Eis.
Ich gab schliesslich dem Schwärmen meines Bruders über seine tollen Sporthemden nach und kaufte mir in einem Sportgeschäft ein Tennishemd. Und was soll ich sagen. Ich wollte es die ganze Radtour kaum noch ausziehen. Danke Frank. Billig sind die Hemden allerdings nicht.
Auf dem Weg zu unserer Endstation in Riedlingen begegneten wir noch ein paar Plüschhühnern. Leider stellte beim Fotografieren meine Kamera den Zaun scharf hinter dem sich die Hühne befanden anstatt die Hühner selbst.
Abends gingen wir dann in die Stadt, um in einem Biergarten zwei Bier, einen Campari Orange und einen Cherry zu trinken. Dementsprechen hatten wir auch Probleme auf dem Heimweg unser Quartier wieder zu finden. Ob mich mein Bruder nur veralbern wollte, oder ob er wirklich so desorientiert war, habe ich bis heute nicht klären können. 😀

  • Unterkunft: Privatzimmer Herzstüble, Berliner Str. 37
  • Preis: 50 €
  • Bewertung: externes Bad, Waschbecken im Zimmer, kein TV
  • Frühstück: gut
  • Betten: Omabett, zu weich
  • Umgebung: abgelegen vom Zentrum, ruhig gelegen

Etappe 01.08.2007 Riedlingen-Ulm

Von Riedlingen aus ging es in Richtung Ehingen, wo wir auch die Mittagspause machten. In der knallen Sonne genossen wir nach einen einen kleinen Wettrennen mit drei Kindern und ihrem Vater unser Mittagessen. Ich kaufte mir noch eine Sonnenschutzcreme mit LF 30. Das war auch wirklich nötig, da mir gegen Ende des Urlaubes hin auch die Unterarme allmählich rot wurden. Trotz der Sonnenschutzcreme LF 30 war ich leicht verbrannt.
Von Ehingen namen wir die Ausflugsroute nach Blaubeuren, um uns den Blautopf anzuschauen. Die Beschreibungen der Höhlen war sehr interessant. Dort hinab zu tauchen würde ich dann doch nicht wollen. Kurz nach verlassen des Blautopfes wollte Frank noch kurz die Beinchen in die Blau hängen. Ich schloss mich ihm an und was soll ich sage. Hui war das kalt. Weiter ging es nach Ulm. Dort bezogen wir unsere Pension, die mitten im Fischerviertel lag. D.h. sie war umringt mit wunderschönen Biergärten. Alles was ein Radler am Abend braucht. Zuvor schauten wir uns natürlich noch den Ulmer Münster an und kaufen uns eine FAZ für das Abendbrot. Schliesslich muss man ja auch während einer Fahrradtour informiert sein. Gegen 23:00 langen wir wie an den meisten Abendenden im Bett.

  • Unterkunft: Pension Roesch, Schwörhausgasse 18
  • Preis: 65 € (Sonderpreis)
  • Bewertung: kleines Zimmer (drei Betten)
  • Frühstück: aufs Zimmer, soweit ok (erstes Frühstücksei)
  • Betten: ok
  • Umgebung: megagenial, mitten im Fischerviertel, man viel direkt aus dem Hotel in die Biergärten

Etappe 02.08.2007 Ulm-Hoechstaedt

Ausgeruht machten wir uns gestärkt nach einem Frühstück auf dem Zimmer auf den Weg nach Höchstädt. Die Fahrt gestaltete sich als die schnellste von allen. Wir hatten genialerweise den gesamten Tag Rückenwind. Der Weg führt unter anderem durch den Donauwald. In selbigem war es allerdings für meinen Geschmack etwas kühl. Nach dem Wald hatten wir die Möglichkeit aif dem „Römerturm von Offingen“ eine herrliche Fernaussicht zu bewundern. Die zwei Kühltürme in der Ferne erinnerten mich sofort an meine Heimat. 🙂
Zuerst peilten wir eine Übernachtung in Dilligen an. Am Ende hatten wir jedoch genug Power weiter nach Höchstädt zu radeln, um dort bei einer sehr netten Gastgeberin unter einer weinbehangenen Terrasse unser Abendbrot (frischer Schinken, Brot, Wurst, Käse und Weintrauben sowie zwei herrlich gekühlte Biere) einzunehmen.
Von der Gastwirrtin erfuhren wir auch, welchen Anforderungen eine Unterkunft genügen muss, um das Siegel Bed&Bike zu erhalten.
Unter anderem muss eine solche Unterkunft den Radlern ein Lunchpaket riechten können.

  • Unterkunft: Privatzimmer Am Weinberg, Traubenweg 12
  • Preis: 46 €
  • Bewertung: großes Dachgeschosszimmer mit interner Standdusche und externer Toilette
  • Frühstück: bestes Frühstück auf der ganzen Tour (handgeschrotetes Müsli)
  • Betten: spitzenmäßig, hier wurde nicht gespart.
  • Umgebung: die Dachterrasse entschädigte voll und ganz die fehlende Wirtschaft im Ort

Etappe 03.08.2007 Hoechstaedt-Ingolstadt

Bestens ausgeruht und mit Müsli und Saft vollgepumt machten wir uns auf den Weg nach Neuburg. Wir hatte nur ein Ziel. Die Sauna im Erlebnisbad in Neuburg.
Unterwegs dorthin konnten wir das Eurocopterwerk von EADS in Donauwörth von außen bestaunen. Der Rest der Fahrt gestaltete sich problemlos wie immer. Wir genossen einen Pflaumenbaum unterwegs und überbrückten mit dem Essen seiner Früchte einen kleinen Regenschauer. In Neuburg um 15:00 angekommen, war die Entäuschung gross, als wir merkten, dass das Bad geschlossen war. Frank überredete mich wie immer mit seiner charmaten Art und Weise weiter nach Ingolstadt zu radeln, da dort ein Erlebnisbad bis 23:00 geöffnet hat. Für mich ein Disaster, für ihn ein heiden Spass. 🙂
In Neuburg aßen wir noch jeder eine Portion Spaghetti in einem Restaurant auf dem Marktplatz und auf gings in Richtung Sauna und Spaßbad.
Gegen 17.30 erreichten wir unsere gebuchte Unterkunft in Ingolstadt. Der Name Pension Fester hätte mich eigentlich gleich an den Fester aus Addams Family erinnern sollen. Die Unterkunft war von der Qualität her mit Abstand die schlechteste von allen. Auch wenn die Wurst zum Frühstück klasse war. Mir persönlich fehlte der Käse. Bloss gut, dass wir in dem Schwimmbad duschen konnten. Das ekligste am ganzen Zimmer war, dass es ein Raucherzimmer war. Schlafen mit offenen Fenster an einer Ingolstädter Hauptstrasse lohnt sich nur, wenn man so einen tiefen Schlaf wie mein Bruder hat oder Lust dazu eine schwarz-weiss Karrierte Start-Ziel Flagge aus dem Fenster zu schenken, um den bescheuerter Möchtegernrennfahrern ihre Bestätigung zu geben.

In Ingolstadt begannen auch unsere materiellen Verluste. Zuerst bemerkten wir, dass wir in Höchstädt unsere Vorräte im Kühlschrank vergessen hatte. Im Schwimmbad angekommen, bemerkte Frank, dass er seine Badehose im Hotel gelassen hatte. Am Abend schliesslich war klar, dass er auch noch seinen Schlafanzug in der Pension ich Höchstädt vergessen hat. Leider war das noch nicht alles. Auf dem Weg ins Schwimmbad wurden wir von einem jämmerlichen Platzregen überrascht, so dass wir bereits patsch nass dort ankamen. Der Eintritt im Bad entschädigte dann wieder den ganzen Stress des Tages. Das Bad hatte geniale Rutschen, eine super Saunalandschaft und gutes Essen. Das Verlassen der später als das Schwimmbad schliessenden Saunalandschaft gestaltete sich allerdings als etwas schwiergig. Auf dem Heimweg schauten wir uns noch die Innenstadt an. Ich war sehr darüber erstaunt wie gut sie aussah.

  • Unterkunft: Pension Fester, Wagnerstr. 31
  • Preis: 50 €
  • Bewertung: ekliges Raucherzimmer mit Spinnweben an der Wand und dreckigen Gardinen. Die Dusche benutzen wir Dank Schwimmbad nicht.
  • Frühstück: gute Wurst, kein Käse oder Saft und kein Ei.
  • Betten: man konnte darin schlafen
  • Umgebung: an einer Rennstrecke für getunte ingolstädter Audis im Türkenviertel

Etappe 04.08.2007 Ingolstadt-Kehlheim

Weiter geht es mit den materiellen Verlusten. Am Morgen stellte Frank fest, dass eines seiner Sorthemenden fehlte. Genau das, was er auf dem Weg ins Schwimmbad anhatte. Wahrscheinlich lies er es beim umziehen in einer der Kabinen hängen. Somit machten wir uns vor der Abfahrt noch einen Abstecher zum Schwimmbad. Dort fand man das besagte Hemd leider nicht. 🙁 Also packten wir zusammen und wollten losradeln. Weit kamen wir nicht, nur ca. 20 km, dann machte es an Franks Schaltung ratsch und einer der Spanngurte verfing sich in seiner Schaltung. Dummerweise passierte das Ganze auch noch an einem Anstieg, so dass Frank auch ordentlich Power in den Antritt hineinlegte. Die Schaltung war etwas verbogen. Man konnte sie war wieder etwas gerade biegen, aber im Endeffekt war sie hinüber. Das sollte allerdings nicht das einzigste Übel sein, was mit Franks Fahrrad passieren sollte. Das Wichtigste jedoch war, dass wir weiterfahren konnten.
In Vohburg trafen wir auf der Suche nach einem Bäcker ein Pärchen wieder, welches in Höchstädt mit uns in der Pension übernachtete.
Von dort aus ging es dann nach Pföring. Dort erwartete uns das nächste Übel. Nach einen Einkauf bei Netto rasteten wir an der Donau um zu picknicken. Leider mussten wir feststellen, dass der gekaufte Käse zwei Monate über dem Verfallsdatum lag und sich die einzige grüne Stelle unter dem Schaufenster der Plastikverpackung befand. Das nächste Maleur war perfekt. Frei nach dem Motto, heute ist nicht unser Tag.
Vom Rastplatz aus ging es gefrustet durch Hopfenfelder weiter zum Kloster Weltenburg, wo Frank endlich Gewicht ablegen konnte. Von dort war es ansich nicht mehr weit nach Kehlheim. Leider muss man dazu nur von 320 m auf 480 m hochfahren. Dieser Anstieg (nicht asphaltiert) lag mitten im Wald und war sehr anstrengend. Die Abfahrt gestaltete sich dadurch aber recht rasant und wir schafften dort die höchste Geschwindigkeit unserer gesamten Tour nämlich 74 km/h. Wir hätten die 80 sicher packen können, wenn der kleine Franz nicht seine Mütze verloren hätte. Meine Vollbremsung läßt mich heute noch an den Qualm der Bremsbelege zurückdenken. 🙂
Kehlheim war einer der wenigen Orte, wo wir ca. zwei Stunden vorher nicht anriefen, um eine Unterkunft zu buchen. Wir waren der Meinung, dass wir so früh da sind, dass wir genügen Zeit hätten, um etwas geeignetes zu finden. Das taten wir dann auch. Die Ferienwohnung lag zwar 3 km vom Zentrum entfernt. aber war in meinen Augen die schönste von allen. Sie war so schön, dass wir sogar noch eine Nacht länger geblieben wären, wenn sie frei gewesen wäre.
Abend gingen wir dann noch etwas essen und im ältesten bayrischen Klosterweißbiergarten etwas trinken. Den Abend liessen wir noch mit einem Kickermatch im Keller ausklingen. Warum nur gewinnt mein Bruder neuderdings immer?

  • Unterkunft: Privatzimmer Pension Stark, Kehlheimwinzer, Dorfring 11
  • Preis: 44 € für eine ganze 2-Zimmer Wohnung
  • Bewertung: super sauber mit eigener Küche, Getränkeversorgung, Kicker, Streichelzoo und Fahrradraun
  • Frühstück: sehr gut, sechs Brötchen sowie Wurst, Käse und Ei
  • Betten: herrlich
  • Umgebung: ganz toll gelegen, sollte ich mal Kinder haben, werde ich dort mit meiner Frau Urlaub machen, man kann wanderen, Donauschifffahrt machen, baden im Erlebnisbad, reiten und und und

Etappe 05.08.2007 Kehlheim-Straubing

Das morgentliche Frühstück erwies sich als sehr reichhaltig, auch wenn wir erst klopfen mußten, um es zu erhalten. Von hier an war uns nun klar, dass wir die 180 km nach Passau an zwei Tagen fahren werden. Diese Etappe führte uns nach Straubing mit einem Abstecher nach Regensburg (Eisessen) und einer Besichtigung der Walhalla gebaut von Ludwig dem I. Die Besichtigung war auch der letzte Anstieg, den ich zu meistern hatte. Das ich die Walhalla fast zweimal hochfahren musste und mein Bruder dadurch doppelt soviel Spass hatte, konnte ich leider nicht ahnen. Die Aussicht oben entschädigte dann aber vollends für die Anstrengung den 20% Anstieg mit Gepäck zu nehmen.
In Regensburg schauten wir uns den Münster an. Gegen 18:00 erreichten wir Straubing, wo wir unser Quartier bezogen und anschliessend auf dem Marktplatz unser Abendessen verdrückten. Leider wurde das durch halbstarke Kids beeinträchtigt, die meinen ihre Fahrzeuge dort permanent präsentieren zu müssen. Schade, dass Straubing kein Restaurant an der Donau bietet, denn dort sah alles sehr ruhig und gemütlich aus.

  • Unterkunft: Hotel Bischofsheim, Fraunhoferstr. 16
  • Preis: 50€
  • Bewertung: ging so, „Bad“ mit Vorhang vom Zimmer getrennt, externe Etagentoilette
  • Frühstück: soweit ok, es gab auch Obst, aber kein Ei
  • Betten: naja
  • Umgebung: mitten im Zentrum halt

Etappe 06.08.2007 Straubing-Passau

Auf der letzten Etappe war unsere Ansporn möglichst vor 18:00 in Passau zu sein, um vielleicht gleich einen Zug in Richtung Heimat oder einen Leihwagen zu bekommen. Die Etappe war allerdings auch eine der längsten mit ca. 100 km. Das Wetter war dieses Mal auch heißer als sonst. Wir kamen aber sehr gut voran. Ein kleines Nickerchen am Rande sowie ein Fußbad von Frank in der Donau kurz vor Ende waren die einzigsten Höhepunkte dieser Strecke. Wir hatten nur ein Ziel. Ankommen.
Es war 17.45 als wir Passau erreichten. Züge in Richtung Heimat gingen so gut wie gar nicht. Selbst in Richtung München hätte eine Zugfahrt mit einem Regionalexpress ca. 3 h gedauert. Somit beschlossen wir uns ein Auto zu mieten. Bei Europcar sagte man mir allerdings, dass nicht einmal ein halbes Auto zur Verfügung stände. Komisch nur, dass wir am nächsten Morgen genau den Nissan Note anmieten konnten, der am Abend zuvor schon vor der Tür stand. Wollte da wer kurz vor Feierabend uns einfach kein Auto mehr vermieten, weil man schnell heim wollte? Schliesslich war es fünf Minuten vor der Schliessungzeit als ich den Laden betrat. Wir werden es wohl nie erfahren. Naja immerhin bekamen wir am nächsten Morgen doch noch ein Auto angemietet und sparten uns dadurch den Umsteigestress in Richtung Heimat.
Für 60 € bekamen wir eine sehr malerische Unterkunft, die mitten in der Altstadt und sogar in der Nähe des Zusammenflusses der Flüsse Donau, Inn und Illz befand. Einfach nur traumhaft. Wir genossen unser Abendbrot an einem Kreise, der direkt unterhalb der „Burg?“ lag. Nach dem Essen gönnten wir uns noch ein Eis und schliefen gegen 23.00 auf unserem Zimmer sehr schnell ein.
Heike hatte mir noch die Nummern der Autovermietungen in Passau und München übermittelt. Am nächsten Morgen rief ich bei Europcar an und reservierte der besagten Nissan. Gegen 10:00 luden wir die Räder (ok Frank seins war seiner Meinung nach Schrott) ein und tigerten los. Um 16:00 erreichten wir wieder Philippsburg.

  • Unterkunft: Pension Rößner, Bräugasse 19
  • Preis: 60€
  • Bewertung: sehr altes Gebäude mit dicken Gemäuer, malerisch gelegen, empfehlenswert
  • Frühstück: top, gab nicht auszusetzen, es war alles dabei
  • Betten: ok
  • Umgebung: siehe Bewerung

So das war mein kleiner Reisebericht. Inzwischen habe ich mit dem Rhein, dem Neckar und der Donau fast alle großen Flüsse in Deutschland abgeradelt. Es fehlt mir eigentlich nur noch die Elbe.
Ich werde diesen Urlaub sehr lange in Erinnerung behalten, da ich mit meinem Bruder sehr viel Spass auf der Fahrt hatte und auch weiterhin haben werde. Vielleicht mache ich ja bald mit dem Physiker auch noch die Elbetour. Wer weiss.

2 Kommentare


  1. //

    Hi – interessanter Bericht !
    Ich plane auch die gleiche Tour GPS-navigiert. Ich habe einen Garmin Gekko 201 und kann entsprechende Routen und Treks verarbeiten.
    Können Sie mir helfen ?

    Liebe Grüße
    JK


  2. //

    Ich helfe gerne. Nur müssen Sie mir sagen wobei.

    Gruß Kai

    P.S. Alles andere vielleicht per mail.

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