Adieu Nokia

Es ist in aller Munde. Nokia schliesst sein Produktionswerk in Bochum und entläßt somit tausende Mitarbeiter und auch wie es scheint ettliche der Zulieferer in die Arbeitslosigkeit. Die Verzweiflung in den Gesichern der Mitarbeiter, welche in der Tagesschau gezeigt wurden, lies auch mich nicht kalt. Ich finde viel mehr die Tatsache ein Ungeheuerlichkeit, dass die Mitarbeiter von ihrer Entlassung erst aus den Medien erfuhren und nicht vom Unternehmen selbst informiert wurden. Mir stellt sich nun die Frage, ob nicht auch die Qualität der Nokia Geräte auch darunter leiden wird. Immerhin steht „Made in Germany“ immer noch für sehr gute Qualität. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ich für meinen Teil, werde noch mein E65 behalten. Meine Pläne über eine Anschaffung eines N810 sind somit erst einmal vom Tisch.

Dass der Landesfürst Herr Rüdgers sich nun aufregt, dass das Unternehmen genau nach Ablauf der auferlegten Frist für die Zahlung der Fördergelder die Flatter macht, kann ich zwar verstehen. Was ich jedoch nicht verstehe ist die Tatsache, warum Firmen, denen es wirklich gut geht noch Fördergelder vom Staat bekommen. Klar der Standort Deutschland wird dadurch gestärkt. Aber meine Meinung ist, dass wir uns im Endeffekt damit selbst betrügen. Jeder oder anders viele von uns gehen doch auch meist dort einkaufen, wo es preiswert ist. Genauso machen es die Unternehmen halt auch. Das ist Kapitalismus pur. Ich glaube, dass erst wenn wir in Deutschland wieder anfangen mehr auf Qualität anstatt auf Quantität (alle zwei Jahre ein neues Mobilfunkgerät) zu setzen, wird sich in dem Bereich etwas etwas ändern.
Ein Beispiel für ein gut erholtes Unternehmen, dass auf Made in Germany und somit Qualität setzt ist Loewe. Es ist eines der letzten Unternehmen in Deutschland, dass noch hier Unterhaltungselektronik herstellt und dem es „gut“ geht.