Meine Erfahrungen mit Apple

Ich bin nun seit genau einem Jahr und acht Monaten Macanwender. Ich möchte hier mal ein wenig meine Erfahrungen mit der Firma Apple der Außenwelt mitteilen. Vorweg sei gesagt, es gibt Gutes wie Schlechtes über einen Mac und sein Betriebssystem zu berichten. Dazu aber später mehr.
Hier nun der Bericht über meine Erfahrungen mit dem MacBook Pro 15″ 2.4 GHz, gekauft am 28.4.2008 bei Apple im Internet. Die Lieferung des Gerätes erfolgte prompt. Die Inbetriebnahme des Laptops erwies sich als kinderleicht. WLAN Key eingeben, Benutzernamen und Passwort festlegen und ab ging die Post. Ich war wirklich begeistert von dem Betriebssystem Mac OS. Ich muss dazusagen, ich habe zuvor ausgiebig Erfahrungen im Umgang mit Windows und Linux sammeln können. Ich war auch begeisterter Hardwareschrauber. Mit dem Alter priorisiert man jedoch seine Freizeit nun wohl etwas anders. Software muss bei mir „sofort“ anstandslos funktionieren. Ich möchte nicht mehr stundenlang an Konfigurationen drehen müssen bzw. an der Hardware schrauben. Sie soll intuitiv zu bedienen sein und so wenig wie möglich abstürzen. All das bietet mir Mac OS. Das Betriebssystem von Apple stelt mir all das für mich zur Verfügung. Soweit zum positiven Teil meiner Geschichte mit Apple.

Der Inhalt des negativen Abschnittes bezieht sich eher auf meine bzw. die auf die Erfahrung von Freunden mit der Hardware der besagten Firma. Bei meinem ersten MacBook Pro erlitt das ein Display bereits nach 1 1/2 Jahren einen Pixelfehlerschaden. Eine komplette vertikale Pixelreihe war ausgefallen. Das war für mich schon eine herbe Enttäuschung. Zumal Apple nur ein Jahr Garantie auf seine Geräte gibt. Eine dreijährige Garantie gibt es nur für 350 € Aufpreis. Und selbst dann ist ein Abholservice wie bei Lenovo nicht mit dabei. Ich gebe zu, ich habe es versäumt, die Garantieverlängerung zu kaufen. Aber bei einem Gerät mit einem Kaufpreis von 1800 € war ich auf einen solchen Schaden nicht vorbereitet. Kleinere Sachen wäre ich auch bereit gewesen selbst zu reparieren. Immerhin hat ein Freund von mir das komplette Bottomcase an dem Gerät für mich gewechselt. Aber ein Displaytausch würde ca. 1000 € kosten. Soweit so gut.

Nun kaufte ich mir deswegen am 16.10.2009 ein weiteres MBP und verkaufte das Alte. Was soll ich sagen, ich war anfangs durchaus zufrieden. Ich mußte als erstes die Festplatte auswechseln, da auf der eingebauten Festplatte sich zwar bereits ein vorinstalliertes Snow Leopard befand, ich aber jedoch meine alte 500 GB Platte in dem neuen MBP verwenden wollte. In dem Falle des Festplattenwechsel sei hier mein ASP bereits zum ersten Mal negativ zu ewähnt. Die sagten mir doch ernsthaft, ich solle die Platte bei Ihnen wechseln lassen für 50 €. Nur so bleibt die Garantie erhalten. Ein guter Freund bewahrte mich im diesem Fall vor der Geldverschwendung. Er verwies dabei auf das Handbuch meines Macs. Darin befand sich eine ausführliche Anleitung (ja ja ein typischer RTFM Fehler) zum Auswechseln der Festplatte beim MBP. Die Garantie beim Tausch von RAM und Festplatte bleibt dabei unberührt. Hier handelte sich mein ASP seinen ersten Negativpunkt ein.

Ich gebe zu, ich bin ein fauler Macuser, d.h. ich fahre das Betriebssystem nach Gebrauch meist nicht runter, sondern klappe das Notebook einfach zu und warte bis es in den Standby-Mode gegangen ist. Dabei fiel mir nun folgendes auf. Wenn sich mein Rechner meist etwas länger in einem kälteren Raum im Standbyemodus befand und ich ihn aufklappte, kreischte einer der Lüfter beim Anfahren laut auf. Danach beruhigter er sich aber scheinbar wieder. Außerdem habe ich das Gefühl, daß die Lüfter beim genauen Hinhören etwas knarzen.
Am Freitag war ich nun mit dem Problem beim Support. Es gab freudigerweise keinen Vorführeffekt. Der Lüfter jaulte auf. Das MBP befand sich vorher ca. eine Stunde im kalten Auto. :-). Mein ASP sagte, daß „der“ Lüfter getauscht werden müsse. Leider bestellt der Support nicht einfach zwei Lüfter und tauscht sie dann aus. Man muss sein MBP 2-4 Tage entbehren. Für mich ein weiterer Minuspunkt für den Support bei Apple. Ich wollte meinen Rechner jedoch nicht über die Feiertage abgeben. Man sagte mir, der Fehler wäre nicht akut (der Herr vom Support hat sich die Ausgabe von dem Programm iStat nicht mal angeschaut), ich könnte das Gerät auch nach Weihnachten abgeben. Das wird wohl nun doch nicht der Fall sein. Man solle nur die Ausgabe in iStat im Auge behalten.
Heute stellte ich nun mit Entsetzen fest, daß mir iStat nur die RPM Zahl eines Lüfters (left fan) anzeigt. Der rechte Lüfter scheint sich gar nicht mehr zu drehen. Da spürt man auch, wenn man hinten am Gerät den Luftstrom versucht zu erfühlen. Ob es sich der bei dem knarzenden Lüfter um den nicht mehr drehenden Lüfter handelt, muss ich heute Abend testen. Dazu werde ich das MBP nachher in den Standby-Mode versetzen und in das kalte Schlafzimmer legen. Anschließend gehe ich ins Kino und werde es danach wieder „einschalten“. Sollte der Lüfter wieder laute Gerräusche von sich geben, werde ich darauf bestehen, daß beide Lüfter getauscht werden.

Nun noch eine Information von einem Freund von mir, der sein MBP bereits fast 3 Jahre besitzt. Er hat bei seinem MBP bereits 2x das Logicboard wechseln lassen. Das ist auch nicht gerade sehr erfeurlich. Allmählich frage ich mich ernsthaft wofür ich nun soviel Aufpreis zahle, wenn durch die Rennerei zum Support nun doch wieder viel Zeit verplempere.
Ich werde hier über meinen morgentlichen Ausflug zum Support berichten. Aber erst wenn ich das Gerät wieder zurück erhalten habe, denn bis dahin werde ich keinen Rechner besitzen, was mich sicher auch mal ganz gut tun wird.
Ich hoffe noch insgeheim, dass sich nach dem Lüftertausch meine Probleme mit Snow Leopard, ich habe sehr oft den Beachball of Death auf dem Schirm und nichts geht mehr, auch erledigt haben werden.

4 Kommentare


  1. //

    Kai, ist dir klar, dass du mit solchen Aktionen Chips zerstören kannst? Thermische Spannungen verursachen Haarrisse.

    Mein Apple Service Partner schaltet einen Rechner, der kalt aus dem Auto kommt, erst gar nicht ein, sondern wartet mit dem ersten Test ein paar Stunden oder bis zum nächsten Tag.

    Was du beschreibst, erscheint mir grob fahrlässig.

    Gruß, Jochen


  2. //

    Ganz ruhig Jochen. Den Rechner darf ich aber schon nachts in meinem Schlafzimmer liegen lassen, wo es keine 0 Grad hat und das Phenomen tritt trotzdem auf?
    Ehrlich gesagt verstehe ich deine Aufregung in keinster Weise. Tut mir leid.
    Der Rechner lag auch keine Stunde in der Kält eim Auto, lediglich in Walldorf war der Rechner ca. 15 Min ohne Heizung im Auto. Also ganz ruhig.
    Ich erwarte, daß so ein Phenomen bei mir daheim IM HAUS nicht aufzutreten hat. Leider tut es das.


  3. //

    Hallo Kai,
    ich bin durch Zufall auf deinen Post gestoßen. Dazu hätte ich ein zwei Punkte einzuwenden.
    Wenn man die Probleme die du und deine Freunde schildern auf die Menge der produzierten MBP in Beziehung setzt sind die relativ klein. Heißt es kann natürlich zu solchen Probleme kommen aber dies ist kein Apple Problem, sondern bei anderen Herstellern genau so.
    Ich habe mein MBP (early 2006) nun schon seit 6 Jahren und hatte noch kein ein Problem! Kein Bluescreen, kein Virus, kein System neu aufsetzen kein Hardwareasufall usw. Nun, Verschleißteile wie mein Akku oder die Festplatte(wegen Platzmangel) mussten getauscht werden aber das ist normal. Zusätzlich ist es mir schon 3 mal runtergefallen und schnurrt immer noch fröhlich vor sich hin. Ich denke das ein Laptop eines anderen Herstellers schon längst Kaputt wäre oder das billige Plastik Gehäuse beim Sturz zerstört wäre.
    Also sehe es als Montagsgerät an und hoffe dass das bei einem neuen nicht passiert.

    Grüße
    Matthias


  4. //

    Hi Matthias,

    alles kein Thema. Mag schon sein, dass es so war. Ich bin ansonsten auch sehr zufrieden mit den Apple Produkten. Mein EiFön ist nun 2 Jahre alt. Mein zweites MBP hat bereits 2 Jahre und 3 Monate auf den Buckel und rennt brav weiter. Ich bin in erster Linie sehr von dem OS begeistert. Ich bin produktiv ohne Ende. Meine „Frickelzeit“ ist vorbei. Ich will, dass mein System tut. In den anderen Punkten gebe ich dir auch Recht. Kein Virus, kein Bluescreen (ich fahre meinen Mac nur ganz selten herunter).
    Alles in alle bin ich schon zufrieden. Das mit dem Display nervte mich damals nur aus einem Grund. Der Schaden kam nach 1 1/2 Jahren und ich bezahlte für ein MBP das ca. dreifache eines „normalen“ NB. Es fiel auch mal herunter und nahm bis auf eine Delle kaum Schaden. Ein anderes NB wäre sicher etwas demolierter gewesen.
    Ich hab auch nur mal so meine Erfahrungen der Öffentlichkeit kundgetan. 🙂

    Grüße

    Kai

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