Mein Leipzig lob ich mir

Ich könnte jetzt eingebildet schreiben, wenn Engel reisen. Werde ich aber nicht machen, denn ich hatte vor meiner Fahrt nach Leipzig den Wetterbericht gelesen und wußte von dem tollen Wetter hier in den kommenden Tagen. Derzeit ist ein Tag schöner als der andere.
Auf der Hinfahrt machte ich bereits einen Abstecher bei meinem Bruder (Frühstück) und danach besuchte ich noch meine Schwester (Mittagessen). Abends fiel mir dann das fehlenden Abendessen an der Endstation auf. 🙂 Nein im Ernst schon der Anfahrtstag war sehr schön. Mein Autochen fras allerdings recht viel Sprit. Die Ursache dafür saß jedoch dieses Mal hinter dem Lenkrad.
Der Montag begann mit einem grausamen Weckanruf. Es wagte doch tatsächlich wer mich vor 12:00 anzurufen und zu wecken. Nach dem Frühstück ging ich im Paunsdorfcenter ordentlich shoppen. Ich genoss die Ruhe dort. Es war kaum etwas los. Gekauft habe ich jedoch nichts. Das ist auch gut so, denn mein Budget ist derzeit recht beschränkt.
Am Nachmittag besuchte ich zusammen mit zwei Freudinnen (gleichzeitig auch Mütter) den „Sportunterricht“ ihrer zwei schnuckeligen (ja ja, sie sind nicht immer so artig) Töchterchen. Hierbei erstaunte es mir sehr, wie diszipliniert die Kleinen doch sein können. So haben die Mütter auch mal ein paar Minuten Zeit selbst abzuschalten und können miteinander quasseln.
Anschliessend liefen wir zu fünft durch den Supermarkt. So ein Einkauf zeigt einem als Mann wie anstrengend es ist sich als Mutter gemeinsam mit Kind durch den Supermarkt zu „quälen“. Männer wären zu so etwas sicher unfähig? Warum? Sie können sich nicht gleichzeitig auf das Versteckspiel des Kindes und das Lesen des Einkaufszettels konzentrieren. Das Resultat eines solchen Einkaufes, geführt von Männerhand, wäre eine Überziehung des Kontos und ein paar vollgeschissene Windeln.
Das Highlight des Tages folgte aber noch. Man mag mich durchaus für naiv halten. Aber bisher dachte ich immer, dass sich kleine Kinder (> 2 Jahre) in der Küche wirklich wenig aufhalten. Aber an dem Abend wurde ich eines Besseren belehrt. Die Freundin stand mit ihrer kleinen Tochter am Herd und bereitete die Nudeln vor während ich den Salat schnippelte. Das Abendbrot war irgendwie lustig. Die Kleine alberte viel herum aß aber auch sehr „diszipliniert“ und erstaunlich viel.
Mein Fazit lautet: Hut ab von den Frauen die jeden Tag mit ihren Kleinen eine Art Replay durchleben. Das mag jetzt auf den ersten Blick vielleicht sehr abwertend klingen. Aber was ich hiermit meine ist, dass man seinen Tag mit Kind doch mehr oder weniger durchgeplant hat und nur selten davon abweichen kann. Menschen wie ich, die spontan entscheiden können was sie tuen wollen, ich geh mal geschwind in die Sauna, oder fahre mit einem Freund oder Freundin wohin, das alles ist mit Kleinkind nur eingeschränkt möglich. Aber ich lernte auch eine verdammt schöne Seite dieses Alltags, wie andere es vielleicht bezeichnen mögen. Ein Kinderlächeln gibt uns Erwachsenen sehr viel zurück. Das kann ich in dem Fall wahrlich bestätigen. Wenn die zwei Süßen lachte, schmolz man einfach nur dahin.
Der restliche Abend war dann richtig schön. Ich quasselte mit meiner Freundin noch ein Weilchen, bis ich entschied, wir sollten doch noch eine Tüte Schlaf zu uns nehmen. Schliesslich konnte ich am nächsten Tag ausschlafen, aber sie mußte am nächsten Morgen wieder zeitig raus (den Replaybutten betätigen).

Der zweite Tag in LE war für mich Entspannung pur. Ich stellte in Sachen Saunieren einen neuen Rekord auf. Ich war insgesamt fast sechs Stunden in dem Schwimmbad. Ich startete den Besuch mit meinem ein Kilometer langen Schwimmtraining. Danach hatte ich genau die richtige Entspannungstufe erreicht und begab mich in den Relaxtempel. Nach dem ersten Saunagang dauerte es auch nicht lange (ca. zwei Seiten der FAZ) bis ich ratz fatz wegknackte und erst einmal dreißig Minuten schlief.
Den Rest des Besuches kann man mit Trinken/Essen, saunieren, spazieren und lesen beschreiben. Den Abend lies ich dann vor dem TV bei einem Glas Rotwein ausklingen.

Heute am dritten Tag meines Aufenthaltes geht es nun zum Bummeln in die Stadt. Ich liebe es Veränderungen in meiner Heimatstadt anzuschauen und in Erinnerungen zu schwelgen. Am Nachmittag geht es dann noch zum Eislaufen. Somit hab ich auch für meinen sportlichen Ausgleich am Tag gesorgt und kann ruhigen Gewissens am Abend mit meinen Freunden zum Griechen gehen.

Abschluss: Nach dem Schlittschuh laufen folgte die Einlieferung in die Notaufnahme. Die Schulter ist wieder drin. Beim Griechen waren wir aber trotzdem.

1 Kommentar


  1. //

    Dann sei dir ein schöner Nachmittag auf dem Eis gewünscht.
    Erhol dich gut.

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